Ratgeber

Das Handy als Shot Timer nutzen

1. Mikrofon erlauben

Ein Shot Timer hört auf Schüsse, deshalb braucht die App das Mikrofon. Sie fragt danach, sobald du es zum ersten Mal brauchst: wenn du START drückst, den Mikrofontest öffnest oder automatisch konfigurierst. Ohne die Berechtigung kann sie keinen Durchgang stoppen.

Das Mikrofon läuft nur, solange die App zuhört, und das Signal wird im Arbeitsspeicher ausgewertet. Es wird nichts aufgenommen oder gesendet; die Details stehen in der Datenschutzerklärung.

2. Schusserkennung einstellen

Jede Waffe, jeder Raum und jedes Handy klingt anders. Stell die Erkennung deshalb einmal für jeden Ort ein, an dem du trainierst. Alles dafür findest du unter Einstellungen → Schusserkennung.

  • Automatisch konfigurieren geht am schnellsten. Tippe auf Start, gib ein paar Schüsse mit deiner üblichen Munition und Haltung ab und tippe auf Stopp. Die App schlägt eine Empfindlichkeit und ein Frequenzband vor, die zu dem passen, was sie gehört hat. Tippe auf eine Aufnahme, um sie auszuschließen, etwa eine zuschlagende Tür.
  • Mikrofon testen zeigt eine Live-Pegelanzeige mit einer roten Schwellenlinie. Erzeuge das Geräusch, das erkannt werden soll, und stell die Empfindlichkeit so ein, dass seine Spitzen die Linie gerade überschreiten, während alles, was nicht zählen soll, darunter bleibt. Schüsse treiben die Anzeige meist auf 95–100 %.
  • Frequenzbandfilter zählt nur Geräusche, deren Energie in dem Band liegt, das du einstellst. So bleiben Rumpeln, Rauschen und die meisten anderen Geräusche draußen.

Der Start-Beep zählt nie als Schuss, und ein Schuss während des Beeps zählt trotzdem. Ein Echo-Filter ignoriert die Reflexionen direkt nach einem Schuss, damit ein Schuss von Wand oder Blende nicht doppelt zählt.

3. Wohin mit dem Handy?

  • Lass das Mikrofon frei. In der Hosentasche oder einer geschlossenen Tasche kommen Schüsse gedämpft an, und leise rutschen unter die Schwelle.
  • Leg es jedes Mal an dieselbe Stelle, nah bei dir, damit die eingestellten Pegel weiter passen.
  • Auf dem Stand: weg von den ausgeworfenen Hülsen und weg von der Schusslinie.
  • Während eines Durchgangs kannst du den Bildschirm sperren oder die App wechseln: Der Timer erkennt weiter Schüsse und spielt die Par-Beeps. Unter Android zeigt er dabei eine Benachrichtigung.

4. Den Beep hören

Dreh die Medienlautstärke auf. Ist sie während eines Durchgangs stumm, sagt dir eine einzeilige Meldung Bescheid, damit du nicht auf einen Beep wartest, der nie kommt.

Gehörschutz und laute Stände. Schalte in den Einstellungen den Bildschirm-Blitz und die Vibration ein; du findest beide direkt unter der Lautstärke. Sie kommen im selben Moment wie der Beep, du kannst also auf den Blitz starten, wenn du den Beep kaum hörst. Ist auf deinem Handy „Bewegung reduzieren“ an, ersetzt ein dezenter Rahmen den Blitz.

Bluetooth-Lautsprecher. Bluetooth verzögert die Wiedergabe, aber die Zeit startet erst, wenn das Mikrofon den Beep hört, nicht wenn das Handy ihn abspielen will. Ein Lautsprecher, den das Handy hört, wird bei jedem Durchgang mitgemessen; seine Verzögerung landet nicht in deinen Zeiten.

Kopfhörer. Was nur in deinen Ohren läuft, hört das Mikrofon nicht. Für diesen Fall stellst du unter Einstellungen → Schusserkennung einen Latenzausgleich ein. Für alles andere lässt du ihn auf 0, dann misst die App automatisch.

5. Trockentraining und scharfes Schießen

Ein Trockenschuss-Klick ist viel leiser als ein Schuss. Erhöh entweder die Empfindlichkeit, bis der Klick erkannt wird, oder verlass dich gar nicht auf die Erkennung: Der Par-Modus gibt dir einen Start-Beep und einen Par-Beep, und du trainierst, vor dem zweiten fertig zu sein. Drills und Par-Zeiten zum Einstieg stehen in den Par-Drills fürs Trockentraining.

Fürs scharfe Schießen konfigurierst du auf dem Stand automatisch, mit der Waffe und der Munition, die du an dem Tag schießt. Die Pegel aus deinem Wohnzimmer passen nicht zu einem Außenstand oder einer Halle.

6. Auf einem vollen Stand

Ein Timer, der auf Schüsse hört, kann deinen Schuss nicht vom Nachbarn unterscheiden, wenn beide gleich laut sind. Das gilt auch für eigene Shot Timer. Liegt das Handy nah bei dir, sind deine Schüsse lauter als die vom Nachbarstand, das hilft. Zählt trotzdem ein fremder Schuss oder fehlt einer von dir, korrigierst du das danach: den überzähligen Schuss in der Auswertung löschen oder einen fehlenden von Hand hinzufügen.

7. Drills, Verlauf und CSV

  • Gespeicherte Drills: Speichere Modus, Startverzögerung und Par- oder Stage-Zeit unter einem Namen und lade jeden davon mit einem Tipp im Tab Drills.
  • Verlauf: Jeder Durchgang wird mit dem Drill gespeichert, mit dem du ihn geschossen hast. Bis zu 5.000 (Standard 500), die ältesten fallen zuerst weg. Ein Durchgang ohne erkannten Schuss wird nicht gespeichert, außer du fügst einen Schuss von Hand hinzu.
  • Auswertung: Jeder Durchgang zeigt seine Splits, den ersten Schuss sowie schnellsten, langsamsten und durchschnittlichen Split. Dazu kommen Bezeichnung, Notizen und Strafzeit.
  • CSV: Exportiere einen einzelnen Durchgang oder den ganzen Verlauf über das Teilen-Menü und öffne ihn in jeder Tabellenkalkulation.

Ob das den Timer in deiner Schießtasche ersetzt? App oder eigener Shot Timer vergleicht beides ehrlich, und kostenlose Shot-Timer-Apps im Vergleich zeigt, welche Apps deine Schüsse wirklich hören.

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